Kitchari Grundrezept – Ayurveda Soulfood

  Kitchari Grundrezept - Ayurveda Soulfood - Kitcheri - Freude am Kochen vegan

Mein Kitchari Grundrezept ist im Dampfkochtopf gekocht. Nachdem ich eine Scheu vorm Dampfkochtopf habe/hatte, habe

ich noch nie damit gekocht, obwohl mein Mann zum Beispiel indische Gerichte ganz oft damit macht, oder eigentlich fast immer. Meine ersten Kitcharis sind im normalen Topf entstanden. Da braucht das Gericht aber ca 1 Stunde 10 Minuten und die letzten 10-15 Minuten muss man immer wieder rühren. Im Dampfkochtopf lasse ich es bis zum ersten Pfeiffen/Dampfen am Herd, dann darf der Topf ca 20-30 Minuten ruhen und fertig ist das Kitchari. Ich glaub ich muss mich mit 46 Jahren endlich anfreunden mit diesem Topf. 😉 Trotzdem werde ich Euch das Rezept im normalen Topf auch noch nachreichen, das ist ohnehin etwas anders, weil mit anderen Linsen gekocht.

Kitchari wird auch Kitcheri, Kitchree, Kitcheree, Kitchadi, Kitcheri, Kitchiri, Kicheri, Khichri usw genannt, nur falls Ihr googeln wollt. 😉

Kitchari gilt in Indien als Fastenkost, Schonkost, Heilkost und sogar als erstes Essen fürs Baby (dann allerdings recht dünn und anders gewürzt). Es kann dünn suppig gegessen werden, oder fester, wo es einen fast an Risotto erinnert, sofern man es kürzer als eigentlich üblich kochen lässt.

In verschiedenen Rezepten liest man dass Linsen und Reis getrennt von der “Gewürz-Paste” gekocht werden. Ich brate die Gewürze zuerst im Topf an, gebe dann Reis, Moong Dhal, Wasser und Gemüse dazu. Dann wird bis zum ersten Dampf gekocht, und anschließend 30 Minuten gewartet und alles ist fertig, ganz ohne Rühren.

Kitchari Grundrezept - Ayurveda Soulfood - Kitcheri - Freude am Kochen vegan

Moong Bohnen sind leichter verdaulich als so manche andere Linsensorte und sie verursachen keine Blähungen. In den meisten Rezepten für Kitcheri wird Basmatireis verwendet. Wobei sich die Frage stellt welcher Reis (und wohl eher kein weißer Reis) wirklich im Ayurveda traditionell vewendet wurde. Angeblich sollte man es aber genau aus Ayurveda-Sicht aus weißem Basmati machen, weil es dadurch leicht verdaut wird. Ich hab aber auch in einem Kitchari Rezept von Vollkorn Basmatireis gelesen, während ich wieder wo anders gelesen habe, dass angeblich weißer Basmati-Reis der einzige weiße Reis ist, der trotzdem er weiß ist, gesund sein soll. Beim googeln danach, hab ich das aber nirgends bestätigt gefunden…

Es soll uns beim Engiften unterstützen, die Leber reinigen und die Verdauung entlasten. Durch den hohen und gut verfügbaren Eiweißgehalt wird bei einer Kur auf die Fettreserven zurückgegriffen statt auf die Muskelmasse zu gehen.

Kitcheri wird in Indien auch zum Frühstück gegessen, quasi eine glutenfreie Porridge Variante. In Auyrveda Kuren ißt man es dreimal täglich.

Ich habs im Bericht über mein Fasten bereits geschrieben, mein (indischer) Schwiegervater sagt man sollte einen Kitchari Tag pro Woche machen. Nachdem wir gerade so begesitert von Kitchari sind haben wir das jetzt auch vor. Im Ayurveda wird ja teilweise auch empfohlen einen “Drinking Day” pro Woche zu machen, also einen Tag an dem es nur flüssige Nahrung gibt. Wer das nicht kann oder mag, kann auch einen Kitchari Tag stattdessen machen.

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Kitchari

Glutenfrei: kleine Info, in den meisten Kitchari Rezepten ist Asafoetida als Gewürz dabei, das ist aber nicht glutenfrei, weshalb ich es nicht verwendet habe.

Mein Kitchari Rezept ist eher fest. Diese Menge reicht bei mir aber immer für mehrere Mahlzeiten. Wenn ich das Kitchari dann aufwärme, mache ich es mit Wasser immer dünner. Je dünner desto entlastender für die Verdauung.

Zutaten:

1 Becher* Basmati Reis – am günstigsten ist “Broken Basmati”, den gibts oft im Asia Shop
1 Becher Moong Dhal (Mungbohnen, gesplittet**)
2 El Kokosöl (oder Ghee für Vegetarier)
1 Tl Kreuzkümmel, ganz
1 Tl Schwarze Senfsamen, ganz
1/2 Tl fein gehackter grüner Chili (nach Geschmack)
1 walnußgroßes Stück Ingwer, feinwürfelig
10 frische Curryblätter*** (Optional – mein Style)
1 Tl Kurkuma, gemahlen
1 Tl Koriander, gemahlen
1/2 Tl Garam Masala
1/2 Tl schwarzer Pfeffer, gemahlen
2 1/2 Tl Himalaya Salz

Wers gleich mit Gemüse machen mag:
Spinat – bei Tiefkühl Spinat, so 4 “Würfel”
1/2 Zucchini
eventuell 1 Tomate

7-8 Becher Wasser

*Mein Becher war in Wahrheit ein kleines Häferl, also größer als ein “Cup”
**Die ganzen Mungbohnen sind grün. Wenn sie gesplittet sind, sind sie gelb (siehe Fotos), also nicht wundern 😉
** Mein Tipp, wenn ihr im indischen Supermarkt frische Curryblätter im Kühlregal seht, unbedingt kaufen, zu Hause waschen, abrebeln und ab in den Tiefkühler, so habt ihr immer frische Blätter zu Hause. Ich liebe sie und sie werden in vielen südindischen Rezepten verwendet.

Zubereitung:

Reis und Linsen so lange waschen bis das abgehende Wasser durchsichtig ist.

Das Öl im Dampfkochtopf heiß werden lassen, Kreuzkümmel und Senf in das heiße Öl geben und “poppen” lassen. Anschließend Chili, Ingwer, Curry-Blätter, Kurkuma, Koriande, Garam Masala und Pfeffer dazu geben und unter rühren etwa eine Minute braten.

Anschließend kommt Reis, Linsen, Wasser und Salz dazu. Und wers gleich mit Gemüse kochen mag gibt zum Beispiel den Spinat, die klein geschnittene Zucchini oder die gewürfelte Tomate ebenfalls dazu. Beim Rezept vom Foto hatte ich 7 Tassen Wasser, allerdings konnte ich beim Kochen mit 8 Tassen Wasser auch nicht wirklich einen Unterschied feststellen.

Den Dampfkochtopf schließen, auf 2 1/2 stellen und kochen bis es zum erstenmal dampft. Den Topf vom Herd nehmen und 20 bis 30 Minuten warten bis der Dampf entwichen ist, öffnen, mit Salz abschmecken und genießen. Wer mag kann noch frischen, gehackten Koriander dazu geben.

Laut meinem Schwiegervater muss man noch flüssiges Ghee (unvegan und meiner Meinung nach auch viel zu fett) und rohen Zwiebel dazu geben.

Ich hab einmal vor dem Fasten roten Zwiebel in Kokosöl glasig gebraten und übers Kitchari gegeben, das war superlecker. 🙂 Dazu hat auch frischer Thymian urgut (ich versuche gerade nicht immer “lecker” zu schreiben 😉 ) geschmeckt.

Wie es auch schmeckt:

Dieses Grundrezept kann man ganz nach Lust und Laune und Jahreszeit umwandeln indem man verschiedene Gewürze verwendet und beim Gemüse abwechselt.

Wir hatten schon folgende Varianten:

Kitchari mit Tomaten und Zucchini
Kitchari mit Spinat
Kitchari mit Brennessel und Spinat
Kitchari mit Mangold
Kitchari mit Roten Rüben – war mir vom Grundgeschmack durch die roten Rüben (Bete) zu süß
Kitchari mit der Grundpaste aus Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Gewürzen und Tomaten die wir beim indischen Kochen oft zu Beginn machen (hat mir nicht so geschmeckt, meinem Mann schon)

serve it with love 

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Ich bin derzeit echt süchtig nach Kitachari, Kitcheri, nachdem ich 11 Tage damit gefastet hatte, und es da täglich zu Mittag und Abends Kitchari in verschiedenen Varianten gab, habe ich es bereits am ersten nichtmehr Fastentag zu Mittag spontan Kitchari gekocht, weil ich so Lust drauf hatte. 😉

Bis jetzt hab ich das Kitchari immer mit normalem Basmati Reis gemacht. Wir haben jetzt aber im Indien Shop “Broken Basmati” gekauft. Der ist günstiger und nachdem der Reis ohnehin verkocht reicht das völlig. 🙂

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Eure Yvonne

Love is always the answer - Freude am Kochen

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